Oral-B iO10 jetzt neu mit Autopilot – im Test fällt er glatt durch
Braun hat mit der Oral-B iO10 die laut eigener Aussage bisher beste Zahnbürste der Marke herausgebracht. Doch damit nicht genug. Mit einer Special Edition legt der Hersteller noch einmal einen drauf und verbessert die smarte Zahnbürste. Die größte Veränderung: die Smart-Adapt-Technologie. Damit soll sich die Zahnbürste automatisch deinem Putzstil anpassen. Ich habe getestet, wie gut das funktioniert.
Was ist neu bei der iO10 Ultimate Gold?
Neue Farben, verbesserte Konnektivität und Anzeigen und ein neuer Putz-Autopilot – das ist das Upgrade der Oral-B iO10 Ultimate Gold Special Edition. Die Smart Adapt Technologie passt die Reinigungsintensität automatisch an deinen Putzstil an, was das Zähneputzen für dich effektiver und komfortabler gestalten soll. Für diesen neuen Modus musste allerdings der „Super Sensitiv“-Modus der iO10 Series weichen.
Ansonsten ist alles wie gehabt. Es gibt:
- sechs gleiche Modi (Tägliche Reinigung, Sensitiv, Aufhellen, Zahnfleischschutz, Intensive Reinigung und Zungenreinigung)
- Lieferumfang: Zahnbürste mit Aufsteckbürste (Ultimative Reinigung), iO sense Ladestation, Lade-Reise-Etui und Aufsteckbürsten-Etui
- denselben Preis: 299 Euro für das Set
- und die App für eine tiefergehende Analyse deiner Zahnputz-Routine

Stellt sich nun die Frage: Lohnt sich das Upgrade auf die iO10 Ultimate Special Edition? Das hängt ganz von der Funktionalität des Smart Adapt-Modus ab. Wir haben ihn getestet.
Ist der Smart Adapt-Modus besser?
Der Smart Adapt-Modus soll die Intensität der Reinigung automatisch an dein Putzverhalten anpassen. Interessant hierzu: Grundsätzlich kann man bei der iO10-Serie die Intensität nicht selbst manuell einstellen. Die jeweiligen Modi verfügen zwar über unterschiedliche Intensitäten. Sie ist etwa bei „Intensive Reinigung“ hoch und bei „Sensitiv“ niedrig. Doch innerhalb eines Modus kann nicht – wie etwa bei den neuesten Philips Sonicare-Modellen – zwischen niedrig, mittel und hoch gewechselt werden. Stattdessen muss man zwischen den jeweiligen Modi hin- und herwählen, wenn man für bestimmte Bereiche im Mund einen anderen benötigt (das geht auch während des Putzvorgangs). Da wäre der Smart Adapt-Modus natürlich interessant.

Doch ganz ehrlich: Im Test habe ich keinen wirklichen Unterschied in der Intensität bemerkt. Auch nach fünfmaligem Nutzen für teilweise bis zu fünf Minuten nicht. Wenn sich die Intensität hier ändert, dann nicht so dramatisch wie zwischen den intensiven und sensitiven Modi. Dabei merkt man den Unterschied deutlich. Doch egal ob auf der Kaufläche, der Front- oder Rückseite der Zähne: Die Intensität bleibt im Test subjektiv gemessen gleich. Auch auf dem Zahnfleisch habe ich keine Veränderung gespürt. Kurz war mir so, als hätte die Zahnbürste die Intensität gesteigert, als ich auf der Rückseite meiner frontalen Zähne im Unterkiefer auf meinen Retainer gestoßen bin – ein Überbleibsel aus meiner Zahnspangenzeit. Doch konnte ich dieses Gefühl nach weiteren Tests nicht bestätigen.
Was ich allerdings bemerkt habe: Im Smart Adapt-Modus fällt es mir schwerer, den richtigen Druck beim Putzen aufrechtzuerhalten. Bei der ersten Nutzung habe ich gerade einmal sieben Sekunden lang den idealen Druck ausüben können. Mit jeder Wiederholung wurde der Anteil allerdings spürbar höher. Jedoch konnte ich die besten Ergebnisse im Modus „Tägliche Reinigung“ erzielen. Das beeinflusst natürlich auch die Ergebnisse und Statistiken innerhalb der App. Hier hätte man lieber in ein Upgrade investieren sollen.
Mein Gesamteindruck
Optik und iO sense Ladestation bestechen
Ich habe die Oral-B iO10 Ultimate Gold Special Edition in der Farbe Eclipse Gold getestet und war abgesehen von dem Smart Adapt-Modus begeistert. Optisch macht die smarte Zahnbürste in Weiß und Gold ganz schön was her. Das Zubehör in Form des Reise- und Aufsteckbürsten-Etuis ist praktisch. Und die iO sense Station bietet gleich mehrere Vorteile: Sie zeigt die Uhrzeit an und bietet ein direktes Feedback für die Abdeckung, die Dauer und den Druck beim Zähneputzen. Zudem steht die Zahnbürste hier schön durch Magneten gehalten in der Senkrechten.

Keine App nötig: Dieses Display sagt schon alles
Die App braucht man dadurch eigentlich nur, wenn man seine Fortschritte messen und nachverfolgen möchte. Darüber hinaus bietet sie aber auch weitere Informationen, Tipps und Einstellungsmöglichkeiten wie die Farbe des Leuchtrings, die Zahnputzdauer oder die Anzeigeoptionen auf dem Display des Handstücks. Dieses zeigt aber auch schon alles Wichtige an, vor allem auch, wie lange der Druck zu niedrig war. Da die App nur den zu starken Druck speichert – und ich zum Gegenteil neige – bietet sie mir hier keinen wirklichen Mehrwert. Dazu gibt der leuchtende Ring an der Zahnbürste ebenfalls Feedback zum Druck und nach dem Putzen werde ich an den Akkustand und die Nutzungsdauer des Bürstenkopfes erinnert.

Alles kann, doch nichts muss wirklich
Allgemein bietet die iO10 Ultimate Special Edition einige Gimmicks wie Belohnungen fürs Zähneputzen (per App), Begrüßungen über das Display und fragt über die App Probleme mit Zahnfleischbluten oder die Benutzung von Zahnseide oder Mundspülung ab. Man kann sich persönliche Ziele setzen, wie etwa die Entfernung von Plaque oder ein gesünderes Zahnfleisch und dann die entsprechende Zahnputz-Routine verfolgen. Man kann aber auch einfach draufloslegen, ohne Bluetooth– oder WLAN-Verbindung oder App. Hier möchte ich auch positiv hervorheben, dass die Zahnbürste erst nach fünf Minuten stoppt und nicht wie andere bereits nach zwei. Ich persönlich habe in zwei Minuten erst die Hälfte meiner Zähne abgedeckt. Und noch ein Vorteil im Zubehör: ein Ladegerät. Das ist auch nicht selbstverständlich. Und auch das Reiseetui gefällt mir optisch sehr gut, könnte jedoch etwas kleiner sein.

Die iO10 Ultimate schafft Aufmerksamkeit
Beim Test der Zahnbürste habe ich mich viel mehr mit meinen Zähnen und meiner Zahnhygiene beschäftigt, als sonst. Ich war viel aufmerksamer dabei und habe nichts nebenbei gemacht, so wie ich es oft beim Putzen mit einer herkömmlichen Zahnbürste tue. Allerdings habe ich auch keine schlechten Zähne. Wer allerdings Probleme hat, seien sie genetisch oder aufgrund von Putzfaulheit bedingt, sollte für sich testen, ob die Oral-B iO10 Ultimate (oder gegebenenfalls auch ein älteres Modell) nicht dabei helfen könnte. Zumal sie sich auch genauso leicht reinigen lässt, wie eine herkömmliche Zahnbürste. Nur sind die Ersatzbürstenköpfe natürlich teurer. Für Technik-Fans, die gerne die neuesten Geräte ausprobieren, bietet die Ultimate Special Edition im Gegensatz zur normalen Version kein wirkliches Upgrade. Dennoch kann man hier genauso gut mit Daten spielen und die eigene Entwicklung beobachten, was tatsächlich Spaß machen kann.

Fazit
Was auf dem Papier gut klingt, hat sich im Alltagstest als unbemerkbar herausgestellt. Der Autopilot für die Zahnbürste in Form des Smart Adapt-Modus biete keine spürbare Verbesserung. Somit bleibt das Upgrade auf die Oral-B iO10 Ultimate Special Edition vor allem ein optisches. Wer lieber eine goldfarbene Bürste will, trifft mit dieser Edition definitiv keine schlechte Entscheidung, sollte sich aber keine falschen Vorstellungen von einem tiefgreifenden Upgrade machen. Bei einem Upgrade von einer iO9 auf eine iO10 würde ich allerdings direkt zur Ultimate Special Edition raten, um einfach das neueste Modell zu haben. Es ergibt sich dadurch kein Nachteil.
Vorteile

- Erinnerung an Bürstenkopfwechsel
- Stoppt erst nach 5 Minuten von selbst
- Wechsel zwischen den Modi während des Putzvorgangs
- Viele Einstellungsmöglichkeiten über die App
- Funktioniert auch ohne App
- multifunktionelle iO sense Ladestation
- Ladegerät im Zubehör enthalten
Nachteile
- Smart Adapt-Modus bietet keine spürbare Verbesserung
- Weder App noch Ladestation erkennen, wo im Mund ich gerade putze
- Zu wenig Druck zeigt nur das Handstück direkt nach dem Putzen an
- Teure Ersatzbürstenköpfe
So arbeiten wir
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