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ID. Polo jetzt für unter 20.000 Euro: Neuer Kampfpreis gilt nicht für alle

Volkswagen hat den ID. Polo jetzt auch mit einer kleineren 37-kWh-Batterie in den Vorverkauf geschickt und wirbt mit einem Einstiegspreis, der die E-Mobilität endlich massentauglich machen soll. 24.995 Euro kostet die Basisversion „Trend“, und mit staatlicher Förderung rutscht der elektrische Kleinwagen sogar teilweise unter 20.000 Euro. Klingt nach dem lang erwarteten Volksstromer. Doch bevor du zum Händler rennst: Ob sich das Auto für dich lohnt, hängt stark davon ab, wie du fährst und wie viel du verdienst.

VW ID. Polo: Das neue Basismodell ist da

Fangen wir bei den harten Fakten an. Die 37-kWh-Batterie soll nach WLTP bis zu 334 Kilometer schaffen. Das ist der Laborwert. Im Alltag, erst recht im Winter mit Heizung und Autobahn, solltest du mit deutlich weniger rechnen. Geladen wird am Schnelllader mit bis zu 90 kW, von 10 auf 80 Prozent geht das unter optimalen Bedingungen in rund 23 Minuten. Beim Antrieb hast du die Wahl zwischen 85 kW (116 PS) und 99 kW (135 PS). Klingt nach genug Druck für Stadt und Landstraße, ein Langstrecken-Sprinter ist der Polo damit aber nicht. Und er will es auch gar nicht sein. VW schreibt ihm selbst die Rolle des Pendler- und Stadtautos zu.

VW ID. Polo Trend Frontansicht.
Discount-Stromer von VW: der ID. Polo in der Trend-Ausstattung. Image source: VW

Für sein Segment ist der Kleine ordentlich ausgestattet. Schon die Basis „Trend“ bringt Schnellladefunktion, LED-Scheinwerfer, digitales Cockpit mit 10-Zoll-Info-Display hinter dem Lenkrad, ein 13-Zoll-Infotainment und Assistenten wie Spurhalter und Totwinkelwarner serienmäßig mit. Wer mehr will, greift zur Ausstattungslinie „Life“, die ab 29.195 Euro erhältlich ist, dann unter anderem ausgestattet mit adaptivem Tempomat und Rückfahrkamera.

Die Topversion „Style“ bietet zusätzlich unter anderem Matrix-Licht und Komfortsitze. Auf Wunsch gibt es sogar Extras, die man in der Klasse selten sieht. Etwa ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 425 Watt Leistung, ein Panoramadach oder bequeme Massagesitze. Das treibt den Preis dann allerdings zügig weit über die schöne Einstiegszahl von 20.000 oder 25.000 Euro.

Für wen sich der ID. Polo lohnt

Doch zurück zur eingangs gestellten Frage: Für wen lohnt sich der neue VW ID. Polo als preiswerter Einsteiger-Stromer überhaupt? Kurz gesagt: Der ID. Polo ist ein Auto mit klarem Profil. Und für die passende Zielgruppe ein richtig gutes Angebot:

  • Pendler und Stadtmenschen. Wenn dein Alltag aus dem Weg zur Arbeit, Einkäufen und gelegentlichen Wochenendtouren besteht, reicht die Reichweite des ID. Polo locker. Genau dafür ist die kleine Batterie gemacht.
  • Wer zu Hause oder bei der Arbeit laden kann. Mit eigener Wallbox oder Lademöglichkeit am Arbeitsplatz spielst du den größten Vorteil aus: Du startest jeden Tag mit voller Batterie und musst kaum am Schnelllader stoppen.
  • Preisbewusste Käufer mit kleinerem Einkommen. Und hier wird’s wichtig: Die Marke von unter 20.000 Euro erreichst du nur, wenn dein zu versteuerndes Haushaltseinkommen unter 45.000 Euro liegt. Dann gibt es 5.000 Euro Förderung, und das Basismodell Trend landet bei 19.995 Euro. Mit Kindern geht noch mehr, dann kannst du im besten Fall weitere 1.000 Euro vom Grundpreis des E-Autos abziehen. Für genau diese Haushalte ist der Polo ein attraktives E-Auto-Angebot.
  • Fans der Marke, die Wert auf Ausstattung legen. Ein solides VW-Interieur, große Displays und viel Serienausstattung. Wer schon immer VW gefahren ist oder die Autos des Konzerns geliebt hat, findet jetzt eine erschwingliche vollelektrische Alternative; im Leasing aktuell ab 266 Euro pro Monat.

Für wen sich der VW ID. Polo nicht lohnt

Genauso ehrlich muss man sagen: Für einige E-Mobilisten ist der günstige Stromer aus dem Volkswagen-Konzern die falsche Wahl.

  • Vielfahrer und Langstrecken-Pendler. Bei 37 kWh und maximal 90 kW Ladeleistung wird jede längere Autobahnetappe zur Geduldsprobe. Wer regelmäßig weite Strecken fährt, ist mit der größeren 52-kWh-Variante oder einem ganz anderen Modell, das auch mehr Platz und eine bessere Serienausstattung bietet, klar besser bedient.
  • Wer keine feste Lademöglichkeit hat. Bist du ausschließlich auf öffentliche Lader angewiesen, relativiert sich der Kostenvorteil trotz einer Vielzahl aktuell verfügbarer Ladetarife schnell. Und die kleine Batterie zwingt dich (viel) häufiger an die Säule.
  • Besserverdiener, die auf die 20.000er-Marke schielen. Liegt dein Einkommen über den Fördergrenzen oder bekommst du nur die Basisförderung, zahlst du real rund 22.000 Euro. Immer noch fair, aber eben nicht der ultimative Kampfpreis unter 20.000 Euro. Und Achtung: Die Förderung gibt es nur für Privatpersonen und das Auto muss mindestens 36 Monate gehalten werden.
  • Familien mit viel Gepäck. Auch das ist wichtig. Der VW ID. Polo bleibt ein Kleinwagen. Für die große Urlaubsfamilie mit Hund und Kinderwagen wird’s nicht nur im Fond, sondern auch im Kofferraum schnell eng.

Unser Fazit: Kein Schnäppchen für jeden

Der ID. Polo mit kleiner Batterie ist kein Schnäppchen für alle – aber für die richtige Zielgruppe ein starkes Angebot. Als Zweit- oder Pendlerwagen für Stadt und Umland, geladen an der eigenen Wallbox und im Idealfall kombiniert mit der vollen Förderung, macht er vieles richtig. Wer dagegen die Autobahn liebt, keine Lademöglichkeit hat oder zu viel verdient, um die dicke Prämie mitzunehmen, sollte genau nachrechnen.

Der Preis unter 20.000 Euro ist echt, aber eben nicht für jeden. Ein kleiner Haken bleibt außerdem: Die 37-kWh-Version ist erst im Vorverkauf und rollt wenige Wochen nach der 52-kWh-Variante zu den Händlern. VW selbst gibt übrigens an, dass bereits rund 25.000 ID. Polo vorbestellt worden seien.

Ich gebe zu: Beim ID. Polo ertappe ich mich dabei, wie ich fast ein bisschen euphorisch werde. Endlich ein Volkswagen, der wieder das einlöst, wofür der Name mal stand – ein Auto fürs Volk, kein Statussymbol für die oberen Zehntausend. Ja, der Kampfpreis unter 20.000 Euro gilt nicht für jeden, und ich bleibe skeptisch, was die Reichweite im Alltag angeht. Aber unterm Strich sehe ich hier zum ersten Mal seit Langem ein E-Auto von VW, bei dem sich Normalverdiener nicht verrechnen müssen. Bezahlbare E-Mobilität ist kein Versprechen mehr, sondern steht beim Händler. Das wurde höchste Zeit.

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augustopjulio

I'm Augusto de Paula Júlio, creator of Tech Next Portal, Tenis Portal and Curiosidades Online, a hobby tennis player, amateur writer, and digital entrepreneur. Learn more at: https://www.augustojulio.com.