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Kleiner, heller, stärker: Diese Smartwatch steigert deine Performance

Klein bleibt sie, harmlos ist sie nicht mehr: Suunto hat der Race S aus dem Jahr 2024 mit der neuen Race 3S ein Upgrade verpasst, das man ihr von außen kaum ansieht. Wer beide Sportuhren nebeneinanderlegt, muss zweimal hinschauen: Das Format ist nahezu gleich geblieben. Unter der Haube hat Suunto aber kräftig umgebaut. Das Display strahlt mehr als dreimal so hell, Saphir ersetzt das Gorilla Glass, und mit bestem GPS hält der Akku acht Stunden länger durch. Und weil 2026 kaum ein Gadget ohne KI auskommt, legt Suunto noch einen digitalen Trainer obendrauf – allerdings in der App, nicht auf der Uhr.

Was die Race 3S besser macht als die Race S

Beim Akku wirbt Suunto mit 40 Prozent mehr Laufzeit als bei der Race S. Auf der spanischen Suunto-Seite war zwischenzeitlich von einem Silizium-Kohlenstoff-Akku die Rede, der mehr Energie auf gleichem Raum speichert. Gewicht: 56 Gramm mit Silikonarmband. Gegenüber der Race S aus Edelstahl spart das immerhin 4 Gramm. Die Race S mit Titan-Lünette war mit 53 Gramm allerdings noch einen Hauch leichter. Das Gehäuse allein wiegt bei der Race 3S 38 Gramm.

Frontansicht der Suunto Race 3S.
Suunto Race 3S Bildquelle: Suunto

Neu ist der Apollo-510-Prozessor, der Karten und Menüs flüssiger nutzbar machen soll. Der optische Herzfrequenzsensor arbeitet mit sechs LEDs und vier Fotodetektoren. Wer einen Suunto-Brustgurt koppelt, kann ZoneSense nutzen: Die Funktion leitet die Trainingsintensität aus der tatsächlichen Reaktion deines Körpers ab statt aus starren Pulszonen.

Mit an Bord: Offline-Karten gratis

Für die Navigation bietet Suunto weiterhin kostenlose Offline-Karten für die ganze Welt an. Jetzt sogar mit Höhenlinien und Ortsnamen. Ein Abo brauchst du dafür nicht. Climb Guidance zeigt dir während des Laufs, ob als Nächstes ein Anstieg oder eine Abfahrt kommt. So kannst du deine Kräfte besser einteilen. Über 100 Sportmodi decken neben Laufen auch Radfahren, Schwimmen, Krafttraining und Multisport ab.

Zwei Funktionen gibt es zum Marktstart noch nicht: Der Race Planner, der aus Strecke, Wetter und Zielzeit einen Pacing-Plan erstellen soll, kommt erst mit einem späteren Update. Offline-Musik ist ebenfalls für ein Update nach dem Marktstart angekündigt.

Suunto AI Coach: Was der KI-Trainer kann und was offen ist

Parallel zur Race 3S startet der Suunto AI Coach in der Suunto-App. Du stellst ihm Fragen zu deinem Training, und er antwortet auf Basis deiner eigenen Suunto-Daten, auf Wunsch mit Grafiken, Tabellen oder Karten. Außerdem baut er Workouts, Trainingspläne und Routen, die du auf die Uhr übertragen kannst. Laut Suunto läuft der Dienst innerhalb der App, ohne dass deine Daten an externe Tools gehen.

Der Haken: Kostenlos sind – ähnlich wie bei Google Health – nur drei Monate, und auch nur, wenn du die Uhr bis zum 31. Dezember 2026 mit der App koppelst und den Coach aktivierst. Was das Abo danach kostet, verrät Suunto bislang – auch auf direkte Nachfrage unserer Redaktion – nicht. Der Preis soll erst in den kommenden Wochen verraten werden. Wer bei einer 499-Euro-Uhr keine laufenden Kosten will, sollte die Folgekosten aber trotzdem schon jetzt beachten.

Für wen sich die Suunto Race 3S eignet

  • Trailrunner mit schmalem Handgelenk: 46 mm und 56 g sind für eine Uhr mit dieser Ausstattung kompakt. Du merkst sie voraussichtlich auch auf langen Anstiegen kaum.
  • Ultraläufer bis zur Tagesdistanz: 38 Stunden mit bester GPS-Genauigkeit reichen für die meisten Ultras bis 100 Kilometer. Bei längeren Rennen musst du auf einen Sparmodus ausweichen.
  • Bergsportler, die navigieren: Kostenlose Topo-Karten, Climb Guidance und Saphirglas machen die Uhr zum soliden Werkzeug abseits markierter Wege.
  • Wer oft in praller Sonne unterwegs ist: Mit 2.000 Nits Spitzenhelligkeit ist das Display der Uhr wohl auch oberhalb der Baumgrenze gut ablesbar.

Für wen die Race 3S eher nichts ist

  • Reine Straßen- und Marathonläufer: Die Suunto Run 2 (Test) hat ebenfalls ein 2.000-Nits-Display, Dual-Band-GPS, Offline-Karten und ZoneSense. Sie startet ab 299 Euro, also 200 Euro günstiger. Saphirglas, Titan und Climb Guidance brauchst du auf Asphaltläufen selten.
  • Wer maximale Laufzeit will: Die Suunto Race 2 schafft bis zu 55 Stunden Dual-Band-GPS, die Suunto Vertical 2 sogar 65 Stunden. Für Mehrtagestouren und Expeditionen sind beide die bessere Wahl.
  • Wer ein großes Display möchte: 1,32 Zoll sind kompakt. Das haben wir jüngst auch im Test der Suunto Run 2 feststellen müssen. Die Suunto Race 2 bietet 1,5 Zoll zum gleichen Einstiegspreis.
  • Wer keine Abos mag: Der AI Coach ist ein zentrales Verkaufsargument, kostet nach drei Monaten aber voraussichtlich Geld.
Suunto Race 3S Rückseite
Rückseitig sind die Sensoren der Suunto Race 3S zu finden. Bildquelle: Suunto

So positioniert sich die Race 3S im Suunto-Portfolio

Die Race 3S sitzt zwischen der günstigeren Run 2 und den großen Outdoor-Uhren. Spannend ist der Preis: Sie kostet genauso viel wie die Race 2 in Edelstahl.

Modell Display Akku Dual-Band-GPS Glas Wasserdicht Preis (UVP) Schwerpunkt
Suunto Run 2 (2026) 1,32 Zoll, 2.000 Nits bis 24 Stunden Gorilla Glass 5 ATM ab 299 € Straße, Marathon
Suunto Race 3S (2026) 1,32 Zoll, 2.000 Nits bis 38 Stunden Saphir 5 ATM 499 € Trail, kompakt
Suunto Race 2 (2025) 1,5 Zoll LTPO, 2.000 Nits bis 55 Stunden Saphir 10 ATM 499 € / 599 € (Titan) Wettkampf, Langdistanz
Suunto Vertical 2 (2025) 1,5 Zoll, 2.000 Nits bis 65 Stunden Saphir 10 ATM 599 € / 699 € (Titan) Outdoor, Expedition

Die Entscheidung zwischen Suunto Race 3S und Suunto Race 2 läuft damit auf eine Frage hinaus: Willst du eine kleine, leichte Uhr mit neuer Sensorik und Titan-Lünette, oder ein größeres Display und 17 Stunden mehr GPS-Laufzeit? Die Race S von 2024 dürfte als günstiges Auslaufmodell im Handel bleiben. Eine größere Race 3 führt Suunto demnächst wohl ebenfalls ein, Details dazu gibt es aber noch nicht. Wer zur Race 2 tendiert, sollte deshalb eventuell noch abwarten.

Preis, Farben und Verfügbarkeit

Die Suunto Race 3S bietet 64 GB internen Speicher und kostet 499 Euro. Sie kommt in den Farben Orchid (fliederfarben), Feather (grau-beige) und Black (schwarz). In Europa ist sie ab sofort über Suunto direkt und im Lauf- und Outdoor-Fachhandel erhältlich. Im Karton liegen ein 22-mm-Silikonarmband, ein Ladekabel, eine Kurzanleitung und die Garantiekarte. Ein Netzteil gehört nicht dazu.

Profilbild von Hayo Lücke

Auf dem Papier ist die Race 3S das Upgrade, das der Race S gefehlt hat: Saphirglas, ein Display für die Mittagssonne und ein Akku, der lange Trail-Tage abdeckt. Mit 499 Euro wird die kleine Race aber auch deutlich teurer. Ob sich der Aufpreis gegenüber Run 2 und Race 2 lohnt, hängt vor allem davon ab, wie gut Herzfrequenzsensor und AI Coach im Alltag funktionieren. Das klären wir später im Test.

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augustopjulio

I'm Augusto de Paula Júlio, creator of Tech Next Portal, Tenis Portal and Curiosidades Online, a hobby tennis player, amateur writer, and digital entrepreneur. Learn more at: https://www.augustojulio.com.